Das Ziel unseres Handelns.


Die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit bildet das christliche Menschenbild. Wir betrachten Ihr Kind als einzigartiges Geschöpf Gottes und als einmalige Person. Alle Kinder, die zu uns kommen, werden wir ein Stück auf ihrem Weg begleiten. Wir helfen, dass sich Ihr Kind die Welt erschließt.

Seine Persönlichkeit wird durch unsere Arbeit gestärkt. Im Sinne von Pestalozzi sind wir um eine ganzheitliche, Kopf, Herz und Hand umfassende, Bildung und Erziehung bemüht.

 

KONZEPTION UNSERER EINRICHTUNG:

I n h a l t

Erklärung des Trägers

1.             Struktuelle und organisatorische Bedingungen
1.1           Träger
1.2           Lage
1.3           Aufnahmekriterien
1.4           Öffnungszeiten
1.5           Kinder/Gruppe
1.6           Einrichtung
1.7           Personal
1.8           Teambesprechungen
1.9           Fortbildung

2.            Lebenssituation der Kinder und ihrer Familie

3.            Grundlagen für die pädagogische Arbeit
3.1          UN Kinderrechtskonvention
3.2          Schutzauftrag bei Kinderwohlgefährdung nach § 8a
               StGB VIII
3.3          Auftrag der Tageseinrichtung für Kinder

4.            Ziele unserer pädagogischen Arbeit
               - emotionaler Bereich
               - sozialer Bereich
               - religiöser Bereich
               - Naturerfahrungen
               - Bewegungserziehung
               - rhythmisch- musikalische Erziehung
               - kognitiver Bereich
               - kreativer Bereich

4.1           Form der pädagogischen Arbeit
4.2           Tagesstruktur der VÖ – Gruppen
4.3           Tagesstruktur der Mischgruppe
4.4           Tagesstruktur der Tagesstätte
4.5           Tagesstruktur der Krippengruppe
4.6           Form der Planung

5.             Rolle der Erzieherin
5.1           Aufgaben der Mitarbeiterinnen

6.             Räume

7.             Zusammenarbeit mit dem Träger

8.             Zusammenarbeit mit den Eltern

9.             Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
10.           Öffentlichkeitsarbeit

1. STRUKTURELLE UND ORGANISATORISCHE BEDINGUNGEN DES KINDERGARTENS

1.1 Der Träger

Der Träger des Kindergartens und der Tagesstätte ist der St.Vincentiusverein in Bad Säckingen. Der St.Vincentiusverein, ein gemeinnütziger Verein, ist dem Caritas-Verband für die Erzdiözese Freiburg e.V. als Mitglied angeschlossen.

Der 1.Vorsitzende des St.Vincentiusvereins ist der jeweilige Münsterpfarrer. Der Vorstand wird bestimmt und der Aufsichtsrat wird gewählt.

1.2 Lage

Der Kindergarten liegt südlich der Bahnlinie, am Rande des Industriegebietes von Bad Säckingen. Die Einrichtung befindet sich direkt in einer verkehrsberuhigten Wohngegend. Das Einzugsgebiet erstreckt sich über ganz Bad Säckingen, da die Eltern den Kindergarten frei wählen können.

Tagesstätten Kinder werden in Absprache mit der Stadt auch von angrenzenden Ortschaften aufgenommen.

1.3 Aufnahmekriterien

Die Aufnahme der Kinder richtet sich nach dem Alter, Geschwisterkinder werden bevorzugt. In unserem Kindergarten werden Kinder vom vollendeten 3.Lebensjahr bis zum Beginn der Schulpflicht aufgenommen, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit und Nationalität. In der Krippengruppe werden die Kinder ab einem Jahr aufgenommen.

1.4 Öffnungszeiten

Die Gruppen mit verlängerter Öffnungszeit ist Montag - Freitag von 7.30 - 14.00 Uhr geöffnet. Die Mischgruppe hat für die Ganztageskinder von 6.45 – 16.30 Uhr geöffnet und für die VÖ Kinder von 7.30 – 14.00 Uhr.

Die Tagesstättengruppe ist von Montag bis Freitag von 6.45 - 16.30 Uhr geöffnet.

Die Krippengruppe ist Montag bis Freitag von 7.00 - 16.30 Uhr geöffnet.

Am Mittwochnachmittag findet die Teambesprechung, die Gruppenbesprechung der VÖ-Gruppen sowie Elterngespräche im Kindergarten statt. Die Gruppenbesprechung der Tagesstätte findet mittwochs von 7.00 - 8.00 Uhr statt, die der Krippengruppe alle 14 Tage mittwochs von 14.30 - 16.30 Uhr; der Bärenhöhle am Dienstagmorgen von 7.00 – 8.00 Uhr und des Zaubersees am Dienstagnachmittag von 14.30 – 16.30 Uhr.

1.5 Kinder/Gruppe

Der Kindergarten hat derzeit eine Belegung von 78 Kindern, die sich auf vier Gruppen aufteilen.

Die Tagesstättengruppe hat 20 Kinder, die Krippengruppe 10 Kinder.

1.6. Einrichtung

Unsere Einrichtung besteht aus vier Gruppenräumen und einem Gruppenraum (Igelzimmer), der den Gruppen als Kreativ- und Ruheraum zur Verfügung steht.

Im Kindergarten befinden sich noch folgende Räume:

- 1 Turnraum mit Materialraum für Turngeräte

- 1 Intensivraum für die Sprachförderung

- 1 Schlafraum für die Tagesstätte; die Krippengruppe hat einen integrierten Schlafraum

- 1 Musikzimmer

- 1 Igelzimmer mit Nähecke

- 1 Essecke

- 1 Küche mit Vorratskammer

- 1 Essenraum für die Krippe

- 1 Themenraum

- 1 Büro

- 4 Toilettenräume für Kinder

- 1 Vorhalle

- die obere Wohnung ist zum Personaltrakt umgebaut worden

Jeder Gruppenraum bietet die Möglichkeit, ins Außengelände zu gelangen.

Im gleichen Gebäude befindet sich der Christian-Heinrich-Zeller-Schulkindergarten. Der Träger dieses Kindergartens ist die evangelische Pfarrgemeinde Bad Säckingen.

Durch die gemeinsame Benutzung der Vorhalle, der Turnhalle und des Außenspielbereiches wird den Kindern beider Einrichtungen die Möglichkeit geboten, sich gegenseitig kennenzulernen.

1.7 Personal

In unserer Einrichtung arbeiten z.Zt. 11 staatlich anerkannte Erzieherinnen, drei Kinderpflegerinnen und zwei päd. Fachkräfte und 1 Küchenkraft. Jedes Jahr nehmen wir Praktikanten/innen auf. Die stellvertretende Leitung hat 20% Gruppenfreistellung.

Die Arbeitszeiten der Mitarbeiterinnen gliedern sich in die Öffnungszeiten (Arbeit mit den Kindern) und die Vor- und Nachbereitungszeiten.

Da es uns ein Anliegen ist, mit Schüler/innen von Fachschulen zusammenzuarbeiten bzw. auf den Beruf der Erzieher/in vorzubereiten, arbeiten in unserem Kindergarten immer wieder Praktikanten/innen mit.

Die Reinigungsarbeiten werden durch eine Reinigungsfirma durchgeführt; für Reparaturarbeiten werden die Hausmeister des St. Vincentiusvereins hinzugezogen. Die Pflege der Aussenanlagen hat die Firma Frommherz übernommen.

1.8 Teambesprechungen

Die Mitarbeiterinnen treffen sich am 2. Und 4. Mittwochnachmittag des Monats zur Teambesprechung.  Inhalt ist vorwiegend pädagogische Planung, Reflexion unserer Arbeit und Terminabsprachen. Zur Absprache von Wochenterminen und Vorhaben treffen sich aus jeder Gruppe eine Mitarbeiterin und die Leiterin am Montag um 7.15 Uhr, angeschlossen sind bei Bedarf Fallbesprechungen.

Planungen über einen mittelfristigen und längeren Zeitraum finden an den pädagogischen Plantagen zu Beginn des Kindergartenjahres und am Anfang des Kalenderjahres statt, an denen der Kindergarten geschlossen ist.

1.9 Fortbildungen

Zum Erhalt einer qualifizierten, pädagogischen Arbeit mit Kindern sind die Mitarbeiterinnen interessiert und verpflichtet, an Fortbildungen teilzunehmen. Dies geschieht in Absprache mit dem Träger alle zwei Jahre.

             " Eine Blume braucht Sonne

               um Blume zu werden.

               Ein Mensch braucht Liebe

               um Mensch zu werden. "

2. LEBENSSITUATION DER KINDER UND IHRER FAMILIEN

Unser Kindergarten wird von Kindern aus allen Stadtteilen besucht. 

Durch das relativ große Einzugsgebiet ist der Kindergarten der zentrale Treffpunkt für Kinder und Eltern. 

3. GRUNDLAGEN FÜR DIE PÄDAGOGISCHE ARBEIT

3.1 UN Kinderrechtskonvention

Die Kinderrechtskonvention enthält u. a. Aussagen zum Kindeswohl, zur altersgemäßen Teilhabe an Entscheidungen bei allem, was Kinder betrifft, zur Gesundheitsvorsorge, zum Recht auf angemessene Lebensbedingungen und auf Bildung.

3.2 Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung nach § 8a SGB VIII

Der Träger St. Vincentiusverein hat mit dem Kreisjugendamt eine Vereinbarung zum Schutzauftrag der Jugendhilfe (gem. § 8a Abs. 2 SGB VIII und § 72a SGB VIII) abgeschlossen.

Bei Beobachtung von auffälliger Entwicklung eines Kindes durch die pädagogische Fachkraft nehmen wir die KiWo Skala - Einschätzskala zur Kinderwohlgefährdung gem. § 8a SGB VIII in Kindertageseinrichtung - als Grundlage.

Folgende Verfahrensschritte werden durchgeführt:

  • Zusammenstellung (KiWo Skala) der Beobachtung zur ersten Einschätzung der
  • Gefährdung des Wohles eines Kindes durch die pädagogische Fachkraft
  • Mitteilung der Beobachtungen an die Leitung der Einrichtung durch die pädagogische Fachkraft
  • Kollegiale Beratung im Team - Informationen von anderen Kolleginnen, die mit dem Kind zusammenarbeiten, werden eingeholt.
  • Information an den Träger der Einrichtung durch die Leitung
  • Elterngespräch - Absprache zu Maßnahmen zur Abwendung der Kindeswohlgefährdung durch die Leitung mit der pädagogischen Fachkraft.
  • Fallbesprechung zur Risikoeinschätzung unter Hinzuziehen der insoweit erfahrenen
  • Fachkraft (EB Caritas Bad Säckingen) - Absprache zu Maßnahmen zur Abwendung der
  • Kindeswohlgefährdung mit der Leitung, der pädagogischen Fachkraft und der insoweit erfahrenen Fachkraft.
  • Führung des Elterngespräches mit der insoweit erfahrenen Fachkraft, einer pädagogischen Fachkraft (nicht die betreffende Erzieherin) und der Leitung – Aufzeigen der Beobachtungen und Wahrnehmungen, Verdeutlichung, dass die pädagogischen Kräfte sich um das Wohle des Kindes sorgen, Vermittlung entsprechend geeigneter Stellen.
  • Informationen an das Jugendamt - Führen die verabredeten Maßnahmen nicht zum Ziel, wird das Jugendamt informiert. Die Eltern werden darüber unterrichtet. Über alle Gespräche wird ein Gesprächsprotokoll geführt.

3.3 Auftrag der Tageseinrichtung für Kinder

Der Bildungsplan für den Elementarbereich bietet Orientierung für Fachkräfte, Träger und Eltern und soll die Grundlage für eine frühe, individuelle und begabungsgerechte Förderung der Kinder schaffen.

" Der Kindergarten ergänzt und unterstützt die Erziehung des Kindes in der Familie. Er soll die gesamte Entwicklung des Kindes fördern. Der Kindergarten hat dabei einen eigenen Erziehungs- und Bildungsauftrag".

Bei der konkreten Darstellung des Auftrages ist es notwendig, von einer entwicklungspsychologischen Beschreibung des Kindergartenkindes auszugehen.

Das Kindergartenkind zeigt in diesem Alter Offenheit, Neugier, Spontanität, Freude am Entdecken und an Bewegung. Deshalb zeichnet es sich durch eine hohe Bildsamkeit, Lernfähigkeit und eine rasche Entwicklung aus. Jedoch ist der Entwicklungsprozess bei jedem Kind anlagebedingt und durch unterschiedliche soziale Einflüsse individuell verschieden.

Der Kindergarten als familienergänzende Einrichtung beachtet die emotionalen, sozialen und intellektuellen Komponenten der Entwicklung gleichermaßen. Er ermöglicht dem Kind in einer Gemeinschaft von Ein- bis Sechsjährigen zu leben, sich von der Familie zu lösen und neue Beziehungen aufzubauen.

Um sich in einer Gruppe immer selbständiger zurechtzufinden und geborgen zu fühlen, benötigt das Kind ein gewisses Maß an Selbstvertrauen, das durch Annahme, Anerkennung und Bestätigung zunehmend aufgebaut wird. Durch vielseitige und offene Angebote werden die Fähigkeiten des Kindes ganzheitlich gefördert. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, muss der/die Erzieher/in selbst jedes Kind in seinen Rechten und seiner persönlichen Würde sehen und anerkennen.

Wir als christlicher Kindergarten erfüllen unseren Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag auch auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes. Wir haben die Aufgabe, die Gesamtentwicklung des Kindes, seine Individualität, Originalität und Kreativität und seine Gemeinschaftsfähigkeit zu fördern.

"Für alle Erziehungsprozesse im Kindergarten ist zu beachten, dass jeder einzelne Mensch von Gott ins Leben gerufen und zu seinem eigenen Ziel berufen ist, dass er in dieser Hinsicht von niemandem vertreten oder ersetzt werden kann, dass er deshalb Anspruch auf Achtung und Individualität hat."

(Quelle: Leitfaden für die Katholische Tageseinrichtung für Kinder in der Erzdiözese Freiburg)

4. ZIELE UNSERER PÄDAGOGISCHEN ARBEIT

In unserer Einrichtung werden Kinder bei der langsamen Lösung aus den Familien begleitet und zum Aufbau neuer sozialer Beziehungen ermutigt, um so zu immer mehr Eigenständigkeit in der Bewältigung ihrer Lebenssituationen zu gelangen.

Die Kinder werden zur Auseinandersetzung mit sich selbst, mit anderen und mit ihrer Umwelt angeregt, um sich als wertvollen Teil der Schöpfung begreifen zu können.

Uns ist es wichtig, Kinder im leiblichen, seelischen und geistigen Bereich zu fördern, um so eine Grundlage zu schaffen, dass sie sich zu ausgeglichenen Persönlichkeiten entwickeln können.

           Emotionaler Bereich

Für die Persönlichkeitsentfaltung des Kindes ist die unmittelbare Erfahrung von Zuwendung und Geborgenheit, "Angenommen-Sein" und Vertrauen, Anerkennung und Bestätigung eine wichtige Voraussetzung, um sich als wertvoll begreifen zu können.

           Unsere Ziele:

Es ist uns wichtig, bei den Kindern ein positives Gruppengefühl zu wecken, um sie somit zu ermutigen, sich auf außerfamiliäre Bindungen einzulassen. In dieser Rolle wird das Kind die eigenen Bedürfnisse erkennen, äußern und gegebenenfalls auch zurücknehmen. Dadurch lernt das Kind, mit Frustrationen umzugehen und sie zu akzeptieren. Gleichzeitig werden die Kinder für Sinneseindrücke und Veränderungen in der Natur und Umwelt sensibilisiert.

           Was wir konkret tun:

Durch den täglichen Umgang miteinander im Spiel, durch gegenseitige Hilfsbereitschaft und Rücksichtsnahme, gegenseitige Akzeptanz wollen wir, auch als Vorbilder, eine Grundlage für ein positives Gruppengefühl schaffen. Verschiedene, dem Kind wichtige Ereignisse, greifen wir auf (z.B. Geburtstage, Abschied, Trauer, Ausflüge).

Durch intensive Beobachtung, Zuhören und aktives Mitspielen versuchen wir, die Bedürfnisse des Kinders zu erkennen, auf es einzugehen und es zu selbständigem Handeln zu ermutigen. Durch gemeinsame Spaziergänge, Angebote von Naturmaterialien, Gestaltung des Jahreszeitentisches und häufiges Draußensein (bei jedem Wetter), wollen wir eine Verbindung mit der Natur schaffen.

          Sozialer Bereich

Wir gehen davon aus, dass der Mensch als Individuum die Gemeinschaft anderer braucht, um sich zu entfalten, denn keiner kann für sich alleine leben. Der Mensch ist auf Freiheit und Bindung angelegt. Die Freiheit des einzelnen hat dort Grenzen, wo sie die Freiheit des anderen einschränkt.

Das Kleinkind übernimmt unbewusst Wertvorstellungen, die es bei seinen Bezugspersonen erlebt. Mit dem Eintritt in den Kindergarten erlebt es zunehmend, dass es auch andere Wertvorstellungen gibt.

           Unsere Ziele:

Die Kinder treten miteinander in Kontakt, sie finden ihre Rolle in der Gruppe und lernen Regeln für einen Umgang miteinander, der von der Achtung der Würde des andern und gegenseitigen Respektes geprägt ist. Wir möchten sie darin unterstützen, Verständnis für andere Menschen, ihre Eigenheiten und Lebensformen zu entwickeln. So können sie eigene Ansprüche vertreten und durchsetzen, aber auch bereit sein, ihre eigenen Wünsche zugunsten anderer zurückzuhalten, wenn es dafür einsichtige Gründe gibt. In diesem Zusammenhang ist es uns wichtig, dass Kinder Konfliktsituationen wahrnehmen, unterschiedliche Konfliktmöglichkeiten kennenlernen und befähigt werden, möglichst gewaltfreie Lösungen zu finden. Dadurch lernen Kinder Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um schrittweise Gesellschaft verantwortlich mitgestalten zu können. Für uns und die Kinder gilt gleichermaßen, dass wir unsere Fehler ehrlich eingestehen und gemeinsam nach Verbesserungen und Lösungen suchen.

          Was wir konkret tun:

In Alltagssituationen (z.B. beim Begrüßen, bei der Auswahl von Spielmaterialien, im Freispiel) nehmen Kinder miteinander Kontakt auf, lernen sich auszudrücken und für sich etwas zu entscheiden. Im Gespräch mit den Kindern werden gemeinsame Regeln vereinbart, Absprachen getroffen, wobei Kinder erfahren, dass sich Spiel- und Freiräume

erweitern können. In Regelspielen lernen sie ihre Fähigkeiten einzusetzen, zu gewinnen oder zu verlieren. In konkreten Konfliktsituationen unterstützen wir die Kinder darin, die Konflikte möglichst selbst zu lösen, geben aber Hilfestellung, wo dies noch nicht möglich ist. Gemeinsame Gruppenaktivitäten und Gruppenerlebnisse (z.B. Bilderbuchbetrachtung, Spaziergänge, Würfelspiele, Wettspiele, Kreisspiele) schaffen ein Gemeinschaftsgefühl und stiften Freundschaften.

                    " Ein Kind braucht nicht die Kriktik,

                    sondern eher das Vorbild "

                    Religiöse Erfahrungen

Die christlich - religiöse Erziehung hat einen Bezug zum sozialen und emotionalen Bereich, begründet sich aber zusätzlich auch an der Orientierung an Jesus Christus. Auf dieser Grundlage versuchen wir, Antworten auf Fragen von Kindern nach dem Sinn und der Bedeutung des Lebens zu geben.  

          Unsere Ziele:

In unserer Arbeit möchten wir den Kindern von einem Gott erzählen, der uns und die Welt schuf; der die Menschen liebt, auf der Seite der Kleinen und Schwachen steht, der Verständnis für Fehler und Schwächen hat und bei dem der Mensch immer wieder neu anfangen darf. Dabei ist es uns wichtig, der Religion einen Sitz im täglichen Leben und Umgang miteinander zu geben.

          Was wir konkret tun:

In Naturbetrachtungen und Meditationen möchten wir Kinder zum Staunen über die Schönheit der Schöpfung "anstiften", damit sie achtsam mit Menschen und Natur leben und mithelfen können, in ihren Möglichkeiten Welt zu gestalten. Durch das Erzählen biblischer Geschichten und die Betrachtung religiöser Bilderbücher sollen Kinder aus dem Leben von Jesus und seinem Verhältnis zu den Menschen erfahren. Beim Beten, in Gottesdiensten, beim Erleben religiöser Feste können Kinder nachvollziehen, was religiöses Leben bedeuten kann. Davon unberührt gilt für uns, dass wir die Toleranz und Achtung anderen Religionen gegenüber als selbstverständlich ansehen.

          Naturerfahrung

Das Kind ist neugierig auf die Welt, in der es lebt. Es stellt Fragen und erkundet, um hinter deren Geheimnisse zu kommen.

          Unsere Ziele:

Kinder machen im Jahresrhythmus Naturerfahrungen, um sich selbst als Teil dieser Natur begreifen zu können. Dadurch lernen sie Zusammenhänge kennen und können Achtung entwickeln vor allem was lebt.

          Was wir konkret tun:

Wir richten die Aufmerksamkeit der Kinder z.B. bei Spaziergängen oder während des Spielens im Freien auf die Veränderungen in der Natur. So können die Kinder durch Beobachten und Experimentieren (Pflanzen, Tiere, Wetter) eigene Entdeckungen machen und lernen, sensibel zu werden für die Vorgänge in der Natur. Dies unterstützen wir durch regelmäßige Naturtage, Sachbücher und indem wir auf Fragen eingehen sowie ihr Wissen vertiefen. Die Naturtage finden bei jedem Wetter statt.

          Bewegungserziehung

Kinder haben einen Bewegungsdrang, der durch enge Wohnverhältnisse und zuviel Medienkonsum oft eingeschränkt wird. Vielseitiger Bewegungsraum für Kinder ist die Voraussetzung für eine gesunde, geistige und körperliche Entwicklung.

          Unsere Ziele:

Durch unterschiedliche Bewegungsangebote wollen wir dem Bewegungsdrang der Kinder entgegenkommen und folgende Bereiche fördern: Grobmotorik (große Bewegungsabläufe wie z.B. Rennen und Werfen), Koordination (Übereinstimmung der Bewegungsabläufe), Gleichgewicht, Muskelkraft aufbauen.

          Was wir konkret tun:

Die Kinder nutzen die große Vorhalle und den parkähnlichen Spielplatz, um ihren großen Bewegungsdrang auszuleben.

Zusätzlich wird regelmäßig die große Turnhalle für gezielte Bewegungsangebote genutzt wie z. B. Erlebnisturnen und Turnen an und mit Geräten.

          Rhythmisch-musikalische Erziehung

Bewegung und Ruhe, wiederkehrende rhythmische Abläufe mit der Gruppe, Material oder Raum, sind wichtige Bestandteile der Rhythmik. Ergänzend zur Bewegungserziehung fördert die Rhythmik die kreativen und musischen Ausdrucksmöglichkeiten sowie das Körperbewusstsein des Kindes. Wahrnehmungsfähigkeit und differenziertes Bewegungsverhalten werden geschult. Dies sind wichtige Grundlagen für Sicherheit, Selbständigkeit und Selbstvertrauen.

          Unsere Ziele:

Wir helfen den Kindern, ihren Rhythmus zu finden und Abläufe im Alltag wahrzunehmen. Durch gezielte Anregungen kann das Kind Orientierung in Raum und Zeit finden und in der Gruppe soziale Grundregeln ausprobieren und erlernen. Gleichzeitig haben die Kinder die Möglichkeit, in eine Phantasiewelt zu "schlüpfen".

          Was wir konkret tun:

Wir erleben mit den Kindern im Alltag immer wiederkehrende Elemente, sowohl im Tagesablauf, als auch im Verlauf des Jahres. In Bewegungsspielen, im Tanz, beim Lieder singen, bei Experimenten mit Klanggeschichten und Sprechversen haben die Kinder die Möglichkeit, rhythmische Abläufe intensiver und gezielt zu erleben.

          Kognitiver Bereich

Die kognitive (geistige) Entwicklung wird wesentlich vom Erkennen von Lernvorgängen bestimmt, die durch Impulse von außen hervorgerufen werden. Dabei spielt die Wechselbeziehung zwischen Denken und Sprechen eine besondere Rolle. Das bedeutet, dass ein Kind, das sprachlich gefordert ist, gleichzeitig differenzierter denken lernt. Dabei müssen Denken und Sprechen am Erleben des Kindes anknüpfen und an Erfahrungen, die es mit Menschen und Dingen macht, gekoppelt sein. Wahrnehmungs- und Merkfähigkeit sind wichtige Voraussetzungen, um Leben bewältigen zu können.

          Unsere Ziele:

Die Kinder lernen, sich in einer Gruppe sprachlich zu verständigen. Wir wollen das Kind dazu befähigen, Zusammenhänge in seiner unmittelbaren Umwelt zu erkennen und wiederzugeben.

Gleichzeitig lernen die Kinder, Anweisungen wahrzunehmen, aufzunehmen und umzusetzen.

          Was wir konkret tun:

Durch Sitzkreis- und Bilderbuchangebote geben wir den Kindern die Möglichkeit, sich in die Gruppe einzubringen. Dies geschieht ebenfalls im täglichen Miteinander und gegenseitigem Austausch. Durch konkrete Betrachtungen lernen die Kinder, Zusammenhänge in der Natur zu erkennen und logische Schlussfolgerungen auf andere Gegebenheiten zu ziehen.

Im täglichen Umgang mit unterschiedlichen Materialien und Gegebenheiten lernen die Kinder zu erkennen, welche Gegenstände zu welchen Tätigkeiten benötigt werden.

          Kreativer Bereich

Kreativität ist die Fähigkeit des Menschen zum schöpferischen Denken und Tun. Ein Mensch, der Phantasie hat, der mit eigenen Ideen an die Lösung von Problemen und Fragestellungen herangeht, der spielt, der Mut zu unkonventionellem Verhalten zeigt, der seine Gedanken und Empfindungen auszudrücken vermag, erfährt sich selbst im Besitz seiner Kräfte, fühlt sich entspannt und glücklich. Kreative Menschen können Neues schaffen und Veränderung bewirken. Das Kind im Vorschulalter ist in nahezu idealer Weise bereit und offen, seine kreativen Fähigkeiten zu entfalten.

          Unsere Ziele:

Im ungezwungenen und zweckfreien Tun macht das Kind die Erfahrung, dass die Verwirklichung eigener Ideen Freude macht und das Selbstwertgefühl stärkt. Dabei legen wir den Schwerpunkt auf eigene Ideen der Kinder, nicht auf vorgefertigte Schablonenarbeit.

          Was wir konkret tun:

Durch gezielte Impulse und das Bereitstellen von geeigneten Materialien, werden Kinder zum Ausprobieren und zur Ausführung eigener Ideen herausgefordert. Dabei achten wir darauf, dass sie genügend Zeit haben, ihre "Werke" besprochen und sie in ihrem Tun ermutigt werden. Dies geschieht im Musizieren, Malen, Bauen und Modellieren. Damit verbunden ist das Ausprobieren und Erlernen von Techniken und Fertigkeiten wie Reißen, Schneiden, Drucken, Flechten, Weben.

4.1 Formen der pädagogischen Arbeit

Bedeutung des Spiels für die Entwicklung des Kindes

Das Spiel und Spielen haben eine zentrale Bedeutung in der Kindergartenpädagogik. Das Spiel ist die natürlichste Beschäftigung des Kindes. Hier entfaltet es Kraft und Phantasie.

Es bereitet sich spielend auf das Leben in der Gemeinschaft vor, macht Erfahrungen, eignet sich Kenntnisse und Fertigkeiten an, es entdeckt, lernt unterscheiden und sehen.

In der Gruppe lernt es, sich einzuordnen, Regeln einzuhalten, Rücksicht zu nehmen, sich aber auch durchzusetzen, Kontakte zu knüpfen und Konflikte zu lösen.

Das Freispiel, wie es im Kindergarten genannt wird, nimmt im Tagesablauf eine zentrale Stellung ein.

Gerade im Freispiel haben die Kinder den Raum, das Material und die Zeit zur Verfügung, um richtig zu spielen. Das Kind kann Tätigkeiten und Material frei wählen, es entscheidet, ob es allein oder mit einem Partner bzw. einer Gruppe spielt. Auch die Entscheidung über Ort und Dauer des Spiels liegt beim Kind. Regeln helfen dem Kind, sich einzuordnen und zu orientieren. Die Erzieherin fördert ein kreatives Freispiel durch Bereitstellung des Materials, Raumgestaltung, gezielte Impulse und An- und Mitspielen.

Aktivitäten parallel zum Freispiel

Diese Aktivitäten (Basteln, Malen, Bilderbuchbetrachtung ...) werden in der Regel für die Kinder angeboten, die daran Interesse haben. Die Kinder können sich frei entscheiden, ob sie sich daran beteiligen möchten.

Aktivitäten in Kleingruppen

Im Gegensatz zum Freispiel und den Aktivitäten parallel zum Freispiel steht die gezielte Aktivität, an der in der Regel alle Kinder teilnehmen.

Kleingruppenaktivitäten werden von der Erzieherin geleitet, festgelegte Lernziele werden verfolgt.

Ein natürliches Bedürfnis der Kinder ist es, frei zu spielen, sie suchen aber auch gezielt angelegte Lernsituationen. Es ist die Aufgabe der Erzieherin, den Kindern ein qualifiziertes pädagogisches Angebot zu machen, das ihren Interessen und Bedürfnissen weitgehend entgegenkommt und ihre gesamte Persönlichkeit fördert. Dies erfordert eine gründliche Vorbereitung und Planung des gesamten Tagesablaufes. Einfälle und Ideen von den Kindern werden aufgegriffen und eingebaut und können den Ablauf der Tätigkeit erweitern und verändern. Das Anspruchsniveau und die Dauer der Angebote sind der Leistungsfähigkeit der Kinder angepasst.

Regelmäßig stattfindende Aktivitäten sollen das Kind allmählich zur konzentrierten Auseinandersetzung mit der Sache hinführen, denn Konzentration und Ausdauer sind Fähigkeiten, die erlernt werden können. Ferner übt das Kind, die Befriedigung seiner Bedürfnisse zeitlich aufzuschieben und sich mit einem fremdbestimmten Thema zu befassen.

Gruppenübergreifende Aktivitäten

Im Unterschied zu allen anderen Arbeitsformen sind hierbei die Kinder aller Gruppen angesprochen, um die Zusammengehörigkeit des Kindergartens z.B. beim Sommerfest, Fasnacht, Gottesdienst, Singkreis, Feiern, zu erfahren. Zu den täglichen gruppenübergreifenden Ereignissen gehört z.B.  das Spiel im Freispiel, in der Vorhalle oder im Garten. 

Die Vorhalle

Unsere Vorhalle wird in das Freispiel miteinbezogen. Die Kinder haben hier die Möglichkeit, Neugier und Lust am Erkunden zu entwickeln. Sie können ihre Kräfte zum Einsatz bringen, ihr Können und Geschick unter Beweis stellen - und das in möglichst großer Selbständigkeit, wobei die Erzieher/in im Spiel beobachtend begleitet und anbietet.

Hierfür bieten wir einfache Bauelemente:  Der Umgang mit den Materialien schafft Gelegenheit zu vielseitigen grobmotorischen Bewegungserfahrungen, wie Kraft gezielt einsetzen, sich behutsam und umsichtig bewegen, Gleichgewicht erproben, überwinden, durchschlüpfen, hinaus-, hinüber- und hinabsteigen. So werden Bewegungen herausgefordert, die sich direkt auf den Alltag übertragen lassen.

Da sich immer mehrere Kinder in der Vorhalle aufhalten, kommt es zu gemeinsamem Handeln, zu gegenseitigem Helfen und zu gemeinsamen Absprachen. Durch die Entwicklung von Rollenspielen wird der soziale Bereich hier stark angesprochen.

                    " Solange die Kinder klein sind,

                    gib ihnen tiefe Wurzeln.

                    Wenn sie älter geworden sind,

                    gib ihnen Flügel."

                    (Indisches Sprichwort)

Projekte für SchulanfängerInnen

Grundsätzlich betrachten wir die gesamte Kindergartenzeit und nicht nur das letzte Jahr vor der Einschulung als Zeit der Schulvorbereitung. Im letzten Jahr vor dem Schuleintritt arbeiten wir gezielt mit der Schule zusammen, um die Kinder auf den neuen Lebensabschnitt vorzubereiten und sie mit der neuen Umgebung vertraut zu machen.

Sprachförderung

Durch Sprache und Sprechen stellt das Kind Beziehung zu anderen Menschen her.

Sprache und Denken stehen in einer engen Wechselbeziehung. Das Kind erkennt und verarbeitet so seine Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse. Die sprachliche Förderung, insbesondere für Kinder mit Migrationshintergrund, wird durch eine Erzieherin des Caritasverbandes unterstützt. In Kleingruppen wird hier zweimal wöchentlich gearbeitet.

Für die finanzielle Unterstützung von Seiten des Trägers sind wir sehr dankbar, da hierdurch eine frühere Integration der Kinder erreicht werden kann.

4.2 Tagestruktur der VÖ-Gruppen

Damit sich ein Kind im Kindergarten zurechtfindet, ist es - vor allem für ein jüngeres Kind - wichtig, dass es im Tagesablauf vertraute und wiederkehrende Elemente gibt. Dies bietet Halt und Sicherheit.

Die erste Phase ist geprägt durch das Ankommen (bis spätestens 9.00Uhr). Ein persönliches Wort signalisiert Zuwendung und sagt: "Ich bin da und ich habe dich wahrgenommen."

Dann beginnt das Freispiel, eine längere Phase selbstbestimmten Spielens. Im Laufe des Vormittages nehmen sich die Kinder Zeit zum Essen, je nach Situation/Gruppe individuell, in Kleingruppen oder gemeinsam. Je nach Gruppensituation wird das Freispiel ausgedehnt oder ins Freie verlegt. Bei günstiger Wetterlage findet die gesamte Freispielphase oft draußen statt.

Während dieser Zeit oder nach dem gemeinsamen Aufräumen im Gruppenraum, werden die Kinder zur angeleiteten Aktivität in Groß- oder Kleingruppen zusammengefasst, je nach Gruppensituation und Aktivität.

Das Freispiel im Außengelände klingt mit der flexiblen Abholzeit (ab 12.00 Uhr) aus. Beim Abholen legen wir Wert darauf, daß sich das Kind persönlich von uns verabschiedet, damit wir den Überblick über die Gruppe nicht verlieren.

In der VÖ-Gruppe essen die Kinder gemeinsam gegen 12.30 Uhr noch einmal in zwei Gruppen (Vesper/warmes Mittagessen). In der Zeit von 12.30 - 13.00 Uhr werden die Kinder nicht abgeholt. Bis 14.00 Uhr haben die Kinder wieder die Möglichkeit zum Spielen.

4.3 Tagesstruktur der Mischgruppe

Die Mischgruppe besteht aus 14 Kinder in verlängerter Öffnungszeit (VÖ) und 10 Kinder in der Ganztagesbetreuung (GT).

Die GT Kinder können ab 6.45 Uhr in die Einrichtung kommen und die VÖ Kinder ab 7.30 Uhr.

Das Ankommen der Kinder gestaltet sich in der Regel so, dass sie die Erzieherin begrüßen, ihre Eltern verabschieden und dann ein gemeinsames Spiel in der Vorhalle oder dem Gruppenraum beginnen. Die Kinder nutzen zum Spielen die vielfältigen Spiel- und Lernbereiche im Gruppenraum sowie die Möglichkeiten in den anderen Gruppen, im Flurbereich sowie im Außengelände. Während dieser Zeit oder nach dem gemeinsamen Aufräumen im Gruppenraum, werden die Kinder zur angeleiteten Aktivität in Groß- oder Kleingruppen zusammengefasst, je nach Gruppensituation und Aktivität.

Um ca. 11.45 Uhr gehen die GT - Kinder in die Esshöhle zum Mittagessen gemeinsam mit den Kindern der Tagesstätten Gruppe.

Nach dem Mittagessen werden die Kinder in drei Gruppen aufgeteilt. Die älteren Kinder ruhen sich im Igelzimmer aus, während die jüngeren Kinder im Schlafraum ihren Mittagsschlaf machen. Die Kinder, die nicht schlafen oder ruhen können finden sich im Gruppenraum zu einem ruhigen Spiel zusammen. Nach einer halben Stunde, bis ca 14.30 Uhr, kommen die Kinder aus dem Ruhe und Schlafbereich in den Gruppenraum zurück. Langsam finden sie sich ins Freispiel ein. Bei der Nachmittagsgestaltung gehen die Erzieherinnen sehr stark auf die Bedürfnisse der Kinder ein. Die Kinder haben die Möglichkeit, auch am Nachmittag die Spiel- und Lernbereiche der Tagesstätte zu nutzen. Hier wird sehr eng mit der Tagesstätten Gruppe zusammengearbeitet.

Die VÖ – Kinder essen gemeinsam mit den Kindern der anderen VÖ - Gruppe gegen 12.30 Uhr noch einmal in zwei Gruppen (Vesper/warmes Mittagessen). In der Zeit von 12.30 - 13.00 Uhr werden die Kinder nicht abgeholt. Bis 14.00 Uhr haben die Kinder wieder die Möglichkeit zum Spielen.

4.4 Tagesstruktur der Tagesstätte

In der Tagesstätte können die Eltern individuell entscheiden wann ihr Kind in die Kindertagesstätte kommt.

Das Ankommen der Kinder gestaltet sich in der Regel so, dass sie die Erzieherin begrüßen, ihre Eltern verabschieden und dann ein gemeinsames Spiel in der Vorhalle oder dem Gruppenraum beginnen. Die Kinder der Tagesstätte nutzen zum Spielen die vielfältigen Spiel- und Lernbereiche im Gruppenraum, im Schlafraum, im Igelzimmer, im Musikzimmer, im Waschraum und im Flurbereich.

Um ca. 11.45 Uhr gehen die Tagesstättenkinder in die Esshöhle zum Mittagessen.

Das Mittagessen wird vom Rehaklinikum Bad Säckingen geliefert und von einer Küchenhilfe angerichtet.

Nach dem Mittagessen werden die Kinder in drei Gruppen aufgeteilt. Die älteren Kinder ruhen sich im Igelzimmer aus, während die jüngeren Kinder im Schlafraum ihren Mittagsschlaf machen. Die Kinder, die nicht schlafen oder ruhen können finden sich im Gruppenraum zu einem ruhigen Spiel zusammen. Nach einer halben Stunde, bis ca 14.30 Uhr, kommen die Kinder aus dem Ruhe und Schlafbereich in den Gruppenraum zurück. Langsam finden sie sich ins Freispiel ein. Bei der Nachmittagsgestaltung gehen die Erzieherinnen sehr stark auf die Bedürfnisse der Kinder ein. Die Kinder haben die Möglichkeit, auch am Nachmittag wieder die Spiel- und Lernbereiche der Tagesstätte zu nutzen.

4.5 Tagesstruktur der Krippengruppe (siehe Konzeption der Krippe)

Für die Krippenkinder ist die Bringzeit von 7.00 - 9.00 Uhr. Die Kinder werden begrüßt. Es finden kleine Gespräche statt. Bei Trennungsschmerz wird Trost gespendet. In der Krippe gibt es ebenfalls das freie Frühstück. Ab 8.00 Uhr haben die Kinder die Möglichkeit, sich während des Freispiels auch in der Vorhalle aufzuhalten. Die Kernzeit ist von 9.00 -11.00 Uhr. In dieser Zeit können folgende Aktivitäten stattfinden:

                    Freispiel (z.B. kneten, malen, puzzeln, Puppenecke, Bauecke)

                    freies Frühstück; Geburtstagsfeier

                    Morgenkreis

                    Vorhalle; Turnhalle

                    Garten; Spaziergänge

In der Zeit von 10.45 -11.00 Uhr richten sich die Kinder zum Mittagessen (Hände waschen, Lätzchen umbinden). Von 11.00 - 11.45 Uhr bekommen die Kinder Mittagessen aus dem Reha Klinikum. Danach werden mit den größeren Kindern Zähne geputzt. Bis 12.00 Uhr können Kinder abgeholt werden, die anderen Kinder gehen schlafen. Nach dem Schlafen finden sich die Kinder langsam ins Freispiel. Bei der Nachmittagsgestaltung gehen die Erzieher/innen sehr stark auf die Bedürfnisse der Kinder ein.

4.6 Formen der Planung

Die pädagogische Planung findet in der Teambesprechung und Gruppenbesprechung statt. Ausgangspunkt für die Planung sind die Beobachtungen bei den einzelnen Kindern in der Gesamtgruppe, Interessen der Mitarbeiterinnen, Feste und Ereignisse im Jahreskreis.

Hier werden den Kindern und einzelnen Mitarbeiterinnen verschiedene Themen vorgeschlagen, besprochen und vorbereitet.

Je nach Situation arbeiten alle Gruppen an einem gemeinsamen Thema.

Dabei bringen die Kinder und Mitarbeiterinnen ihre Erfahrungen und Ideen mit ein. Aus dieser Stoffsammlung kann jede Erzieherin, je nach Situation der Gruppe und Bedürfnissen der Kinder, Gestaltungsideen übernehmen.

Je nach Situation in den einzelnen Gruppen werden aber auch gruppenspezifische Themen behandelt.

Durch Aushänge vor der Gruppe werden die Eltern über das Geschehen in der Gruppe informiert.  Zur Dokumentation der pädagogischen Arbeit wird ein Rückblick angefertigt.

5. ROLLE DER ERZIEHERIN/DES ERZIEHERS

Unser Selbstverständnis als Erzieherin hängt eng mit unserer eigenen Persönlichkeitsentwicklung, unseren Erwartungen an den Beruf, den Anforderungen an uns und der Einrichtung, in der wir arbeiten, zusammen. Im Allgemeinen hat es sich in den letzten Jahren verändert, auch im Zusammenhang mit dem gesellschaftlichen Wandel und den veränderten Erwartungen an den Kindergarten.

Die Entwicklungsprozesse des Kindes werden von der Erzieherin als eigenständige Leistung geachtet. Die Erzieherinnen sind eher Partner, Begleiter und Impulsgeber der Kinder. Die Rolle der Erzieherin besteht darin, mit den Kindern stabile emotionale Beziehungen zu gestalten. Entscheidend dabei ist, dass die Erzieherinnen die Kinder intensiv beobachten, ihre Neugier und ihren Forscherdrang wecken.

Dem Kindergartengesetz entsprechend haben wir für eine familienergänzende Erziehung Sorge zu tragen, das heißt, neben der Arbeit mit den Kindern gehören auch die Zusammenarbeit und der Kontakt zu den Eltern zu unseren Aufgaben.

Die Erzieherin ist verpflichtet, Entwicklungsverläufe und Bildungsprozesse der Kinder zu dokumentieren (Portfolio) und jährlich ein Entwicklungsgespräch mit den Eltern durchzuführen.

Mit Erziehungsberatungsstellen, Sondereinrichtungen und Schulen zusammenzuarbeiten ist eine Notwendigkeit.

Der Kindergarten steht als Bildungseinrichtung auch im öffentlichen Blickfeld und es gehört deshalb zu unseren Aufgaben, unsere Arbeit nach außen durchschaubar zu machen, um so das Verständnis für die 3-6jährigen Kinder im Kindergarten und die 1-3jährigen Kinder in der Krippe zu wecken.

Hinzu kommt die Zusammenarbeit mit dem Träger, die Auseinandersetzung mit dessen Erwartungen und auch die Anleitung der Praktikanten.

Für uns ergibt sich daraus die Notwendigkeit zu ständiger Auseinandersetzung mit unserer Arbeit, aber auch zu regelmäßigen Teilnahmen an Fortbildungsveranstaltungen.

Es wird einmal jährlich mit jeder Kollegin ein Zielvereinbarungsgespräch durchgeführt.

5.1 Aufgaben der Mitarbeiter/innen

Jeder Mitarbeiter/in hat im Rahmen ihrer Funktion bestimmte Aufgaben zu erfüllen, die in der Dienstordnung des Erzbischöflichen Ordinariats und dem AVR festgelegt sind.

So gehört vor allem Mitarbeiterführung, Konzeption der pädagogischen Arbeit, Verwaltung und Organisation des laufenden Betriebes, die Anleitung von Schüler/innen und Praktikant/innen, Einstellung und Einarbeitung des pädagogischen und technischen Personals, sowie Zusammenarbeit mit Eltern, Träger, Behörden und anderen Institutionen zur Aufgabe der Leiterin.

Zu den Aufgaben der Erzieher/innen gehört unter anderem die Leitung (pädagogisch und organisatorisch) der Gruppe, Anleitung der Schüler/innen und Praktikant/innen, Elterngespräche, Organisation und Durchführung gruppeninterner Elternabende.

Dasselbe gilt in verändertem Umfang und veränderter Verantwortung für Praktikant/innen im Anerkennungsjahr, Vorpraktikant/innen, Praktikant/innen im dualem Jahr und Praktikant/innen in der PIA - Ausbildung, wobei die Umsetzung von theoretischem Wissen in die Praxis des Kindergartenalltages im Vordergrund steht.

6. RÄUME

Der Begriff Raum steht hier nicht nur für "Raum als Aufenthaltsort" im eigentlichen Sinne. Vielmehr sind auch die freien Entfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder gemeint, die wir bieten können.

                    Kinder brauchen Lebensräume

Kinder brauchen die Möglichkeit, Erlebtes im Spiel zu verarbeiten, Erfahrungen mit Spielmaterialien zu sammeln und ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erproben, um sie weiterzuentwickeln.

Damit dies möglich ist, schaffen wir mit den Kindern verschiedene Spielbereiche und bieten ihnen vielfältige Spiel- und Werkmaterialien an.

In unserem Kindergarten gibt es zurzeit folgende Spielbereiche, die für unterschiedliche Erfahrungen genutzt werden:

  - Puppenecke (Rollenspiel)

  - Bauecke (Bauen, Konstruieren, statische Regeln erproben, Experimentieren)

  - Mal- und Bastelecke (Umgang mit Farben, Formen, Werkzeug und Materialien etc.)

  - Kuschelecke (Ruhe- und Rückzugsmöglichkeit)

  - Bilderbuchecke

  - Mandala Ecke

  - Gesellschaftsspiele

  - Themenzimmer

  - Duploecke

  - Legoecke

  - Naturecke

  - Textilwerkecke

Um den Bewegungsdrang für die Kinder zu erweitern, werden das Außengelände, die Vorhalle und die Turnhalle zum Spielen mit einbezogen.

7. ZUSAMMENARBEIT MIT DEM TRÄGER

Wer Träger eines Kindergartens sein kann und welche Aufgaben der Träger hat, ist gesetzlich festgelegt. Rechtlich betrachtet bilden Kindergarten und Träger eine Einheit.

Unter Beachtung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, legt der Träger das Leitbild für den Kindergarten fest:

 - nach welchen weltanschaulichen, religiösen und fachlichen

   Prinzipien soll die Bildungs- und Erziehungsarbeit gestaltet

   werden.

 - er kann den Standort festlegen und die für den Bau und den

   Betrieb eines Kindergartens erforderlichen Eigenmittel bereit-

   stellen.

Der Träger entspricht seiner Verantwortung dadurch, dass er entsprechend ausgebildete Fachkräfte einstellt, die bereit sind, im Sinne des vom Träger festgelegten Leitbildes eigenverantwortlich zu arbeiten.

Der Träger nimmt bei Bedarf an Dienstbesprechungen, Elternabenden und Elternbeiratssitzungen teil.

Der Kontakt zum ganzen Team und den Elternvertretern ist für eine konstruktive Zusammenarbeit wichtig. Bei finanziellen Angelegenheiten muss der Träger in Kenntnis gesetzt werden. Personelle Entscheidungen werden ebenfalls gemeinsam mit dem Träger getroffen. Die Leiterin als Bindeglied zwischem Team und Träger pflegt einen intensiven Austausch.

8. ZUSAMMENARBEIT MIT DEN ELTERN

Der Kindergarten hat eine familienergänzende Aufgabe. Daher ist es für uns wichtig, dass die Eltern einen Einblick in die Arbeit im Kindergarten bekommen und dass Ziele, Arbeitsweisen und Inhalte transparent werden.

Nach dem Kindergartengesetz von Baden-Württemberg tragen ErzieherInnen und Eltern gemeinsam die Verantwortung für das Wohl und die Erziehung des Kindes. Aus diesem Grund sind wir an einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Eltern interessiert und möchten sie in unsere Arbeit mit einbeziehen.

Formen der Elternarbeit sind unter anderem:

- Einzelgespräche beim Eintritt des Kindes in den Kindergarten

- Entwicklungsgespräche einmal im Jahr

- Gesamt- und Gruppenelternabende

- Kurzgespräche beim Bringen und Abholen

- Eltern-Kind-Aktionen

Über das Geschehen im Kindergarten werden Eltern - neben persönlichen Gesprächen mit Mitarbeiter/innen - durch Elternbriefe, Kindergartenzeitung und "Info-Tafel" informiert.

Wenn Eltern den Alltag des Kindergartens kennenlernen oder ihr Kind einmal in der Gesamtgruppe erleben wollen, ist dies nach Absprache mit den Gruppenerzieherinnen möglich.

Elternbefragungen zum Angebot, zur Ausstattung, zu den Öffnungszeiten, zur pädagogischen Arbeit und zur Zusammenarbeit mit den Eltern werden mittels Einzelgesprächen, an Elternabenden und alle zwei Jahre durch einen Fragebogen durchgeführt.

Zu Beginn des Kindergartenjahres werden pro Gruppe zwei Elternbeiräte gewählt. Die Aufgaben sind, die Erziehungsarbeiten im Kindergarten zu unterstützen, um die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Kindergarten und Träger zu wecken. Der Elternbeirat setzt sich dafür ein, dass der Anspruch auf Bildung, Erziehung und Betreuung im Kindergarten verwirklicht wird.

9. ZUSAMMENARBEIT MIT ANDEREN INSTITUTIONEN

Die vielfältigen Aufgaben im Kindergarten machen es erforderlich, mit anderen Institutionen zusammenzuarbeiten. In Bezug auf die Gesamteinrichtung sind dies das Landesjugendamt (Betriebserlaubnis), St.Vincentiusverein (Trägerschaft/ Verwaltungsbereich), die Fachberatung des Caritasverbandes (pädagogischer Bereich) und die Stadtverwaltung Bad Säckingen.

Die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen zählt heute zu den Kernaufgaben von Kindertageseinrichtungen.

Partnerschaftliche Kooperation mit den Grundschulen Anton-Leo-Schule, Grundschule

Obersäckingen und Weihermattenschule sowie der Grundschulförderklasse – siehe

Konzept für die pädagogische Begleitung von Kindern beim Übergang vom Kindergarten

zur Grundschule.

mit anderen Kindertageseinrichtungen in unmittelbarer Nähe

Fachschule für Sozialpädagogik, Ausbildungsstätte für Erzieher/innen, sowie

Kinderpfleger/innen

Schüler/innen der Haupt- oder Realschulen können ihr Betriebspraktikum und

Gymnasiasten ihr Sozialpraktikum ableisten

Beratungsstellen, Frühförderstellen, Jugendamt

Um möglichst optimale pädagogische Arbeit zu gewährleisten, arbeitet die

Kindertagesstätte mit folgenden Institutionen zusammen:

- der Erziehungsberatungsstelle der Caritas

- dem Jugendamt Waldshut

- der Frühförderstelle (Frau Huber und Frau Schneider-Hartmann und Frau Bischoff/Frau Geiz von pro juve Caritas Jugendhilfe)

- den Logopäden

- den Ergotherapeuten

- den Kinderärzten

- Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ) in Lörrach

- der psychologischen Beratungsstelle - Caritas

- der Motopädie

- Gesundheitsamt, Zahnarzt und Arbeitskreis Zahngesundheit

- Landratsamt Waldshut Amt für Soziale Hilfe, Behinderten- und Altenhilfe

Ein wichtiges Ziel bei der Zusammenarbeit ist es, dass Wohl der Kinder und ihrer Familien sicherzustellen.

Bei auftretenden Problemen, Auffälligkeiten und Teilleistungsschwächen, die in der Kindertagesstätte nicht aufgearbeitet werden können, werden den Eltern Hilfsmöglichkeiten aufgezeigt und auf Wunsch erste Kontakte zu oben genannten Institutionen hergestellt.

10. ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Die Öffentlichkeitsarbeit ist ebenso eine wichtige Aufgabe des Kindergartens.

Durch die Öffentlichkeitsarbeit soll Eltern, Träger und Interessierten Einblick in die Elementarpädagogik ermöglicht werden.

Ein häufiges Auftreten in der Öffentlichkeit führt zu einem besseren Verständnis für die Situation des Kindes im Kindergarten und dessen Umfeld sowie für die Forderungen der Kinder, Erzieherinnen, des Trägers und des Elternbeirates.

Die Öffentlichkeitsarbeit muß in Absprache mit der Kindergartenleitung bzw. dem Träger erfolgen, wobei auf die Einhaltung der Schweigepflicht geachtet werden muss.
 

Was nur wenige für Kleinkinder bieten:

Die Krippe.

Kleinkinder finden in der Tagesstätte St. Vincentius die geeignete Betreuungsform. Als wichtiger Bestandteil der Tagesstätte ist sie gut in die gruppenübergreifende Arbeit integriert. Zu Beginn führen wir Ihr Kleinkind nach dem Konzept des Berliner Eingewöhnungsmodells an die Krippe heran. Das Ziel ist dabei, in Kooperation mit Ihnen, den Eltern, dem Kind eine Vertrautheit mit der neuen Umgebung herzustellen. Schnell wird es dabei eine Beziehung zu seiner Erzieherin aufbauen, die ihm Sicherheit, Akzeptanz und - wenn es sein muss - auch Trost gibt.

KONZEPTION DER KRIPPE:

„Jedes Kind hat sein eigenes Zeitmaß der     

 Entwicklung. Seine Autonomie, Individualität und Persönlichkeiten können sich entfalten, wenn es sich möglichst selbständig entwickeln darf.“

(Emmi Pikler)

 

Liebe Eltern,

wir freuen uns, Sie mit Ihrem Kind in unserer Kindertagesstätte St.Vincentius begrüßen zu dürfen. Um den Start für Ihr Kind bestmöglich zu gestalten, richten wir uns während der Eingewöhnungszeit an das „Berliner Eingewöhnungsmodell“ und beziehen die Gedanken der Pädagogin Emmi Pikler in unsere Arbeit mit ein. 

Der Kindergartenbesuch ist ein neuer, spannender Abschnitt im Leben jeder Familie und bringt Veränderung mit sich. Sowohl die Eltern, als auch die Kinder haben anfangs

Gefühlsschwankungen zwischen „Freude“ und „Angst“. Die Kindertagesstätte bedeutet für ihr Kind eine neue Umgebung, viele neue Menschen, die erst kennengelernt werden müssen, bevor man ihnen vertrauen kann.

Wir als Erzieher/innen wissen, dass die Eingewöhnungsphase je nach Bindungsverhalten und Entwicklungsstand der Kinder unterschiedlich ausfallen kann. Ziel und Bestreben unserer Einrichtung ist, dass alle Kinder unsere Kindertagesstätte gern besuchen.

Eine behutsame, auf das einzelne Kind bezogene und gelungene Eingewöhnung in Kooperation mit Ihnen, ist uns daher äußerst wichtig. 

„Kinder machen untereinander Erfahrungen,

die sie mit Erwachsenen nicht machen können.“

(Emmi Pikler)

Unser Bild vom Kind ist geprägt von der Vorstellung, dass es von Geburt an ein aktives Wesen ist, dem man von Anfang an mit Respekt und Achtung begegnen muss. Dadurch erhält das Kind die Möglichkeit, sich frei zu entfalten.

Über Emmi Pikler:

Die ungarische Kinderärztin und Reformpädagogin Emmi Pikler vertrat die Ansicht, die Persönlichkeit eines Kindes könne sich dann am besten entfalten, wenn es sich möglichst selbstständig entwickeln darf. Aufgabe der Erwachsenen sei es, dem Kind Geborgenheit in sicheren, stabilen Beziehungen zu vermitteln und seine Umgebung so zu gestalten, dass das Kleinkind entsprechend seinem individuellen Entwicklungsstand selbstständig aktiv werden könne. 

Die vier Prinzipien der Pikler-Pädagogik umfassen:

Respekt vor der Eigeninitiative des Kindes und die Unterstützung seiner selbstständigen Tätigkeit, Unterstützung einer stabilen persönlichen Beziehung des Kindes zu relativ wenigen, aber vertrauten Bezugspersonen, Bestreben, dass sich jedes Kind angenommen und anerkannt fühlt, Förderung des optimalen körperlichen Wohlbefindens und der Gesundheit des Kindes.

Um das zu erreichen, sind nach der Pikler-Pädagogik insbesondere drei Aspekte wichtig:

Pflege, die als behutsame körperliche Versorgung und als Kommunikation mit dem Kind geschieht und immer darauf achtet, das Kind nach eigenem Wunsch zu beteiligen, Bewegungsentwicklung, die das Kind aus eigenem Antrieb und nach eigenem Rhythmus macht, ohne die lenkenden und beschleunigenden Eingriffe des Erwachsenen, Spiel, das frei und ungestört in einer geschützten, altersgemäß ausgestatteten Umgebung stattfindet.

Rolle der Erzieher/innen 

 „Beobachte mehr, tue weniger!“ – da sein und Zeit haben, wenn Kinder Nähe brauchen, wenn sie sich weh getan haben, zum Trösten, Kuscheln, …, zum Unterstützen bei Konfliktsituationen

Aktivitäten sprachlich begleiten und dadurch das Tun wertschätzen Kein Animateur sein! Aus diesem Grund verzichten wir weitestgehend auf vorgegebene Angebote.

Weniger beibringen, sondern eine sichere, anregende und zuverlässige Umgebung zur Verfügung stellen.

Vorbild im Umgang mit anderen, dem Material und im alltäglichen Tun sein

Konsistenz: Klare Grenzen und Erwartungen vermitteln

dies hilft dem Kind sich zu orientieren

Zeit für ununterbrochenes Spiel geben

Einfühlsame Beobachtung des Verhaltens:

um Kommunikation und Bedürfnisse zu verstehen

umso mehr versteht und schätzt man die enorme Menge und Geschwindigkeit des Lernens

dem selbständigen Handeln Raum geben

Das Kind bekommt das Gefühl: Ich werde beachtet, geschätzt, …

Wie geht das Kind mit Frustration um? Wie löst es Probleme?

Was interessiert das Kind? (entsprechendes Spielmaterial)

Welchen Entwicklungsstand hat das Kind?

(entsprechendes Bastelmaterial)

Eingewöhnung nach dem Konzept des „Berliner Eingewöhnungsmodells“: (nach John Bowly)

Die Entscheidung über Ablauf und Dauer der Eingewöhnung wird als vorläufig betrachtet und orientiert sich am Verhalten Ihres Kindes.

Die Eingewöhnungszeit wird gekennzeichnet durch verschiedene Phasen.

Die dreitägige Grundphase:

Sie kommen gemeinsam mit Ihrem Kind 1 Stunde zu uns ins Schneckehüsle. (Die genauen Zeiten legen Sie bitte mit den Erziehern/innen fest) 

In dieser Zeit sollten keine Trennungsversuche gestartet werden!

Günstig für die Eingewöhnung ist der Wochenanfang, da sich keine Unterbrechungen z.B. durch das Wochenende ergeben. 

In der Eingewöhnungszeit erhalten Sie einen Platz im Gruppengeschehen. Wir bitten Sie sich passiv zu verhalten, Ihr Kind weder zu drängen, sich zu entfernen, noch sich zurückzuziehen, wenn es Ihre Nähe sucht. Sie sind der „sichere Hafen“ für Ihr Kind. Die Erzieher/innen beobachten in den ersten drei Eingewöhnungstagen vor allem das Bindungs- und Spielverhalten Ihres Kindes, begleiten Sie und Ihr Kind und bringen sich als neue Bezugsperson mit ins Geschehen ein.

4. Tag Trennungsphase

Sie trennen sich durch eine bewusste Verabschiedung heute zum ersten Mal von Ihrem Kind (max. 15-20 Minuten). Dabei ist es von großer Bedeutung, nach der Verabschiedung auch wirklich zu gehen und die Trennung nicht länger hinaus zu schieben, auch wenn Ihr Kind weint!!!

Ein Abschied ist sehr emotional und verläuft meistens nicht ohne Tränen. Doch je unsicherer Sie beim Verabschieden sind, desto unsicherer wird auch Ihr Kind! Machen Sie sich keine Sorgen, können wir Ihr Kind nicht nach wenigen Minuten trösten, rufen wir Sie umgehend hinzu! Deshalb ist es wichtig, dass Sie die Einrichtung nicht verlassen.

Die Reaktion Ihres Kindes auf die ersten Tage und den ersten Trennungsversuch sind ausschlaggebend für den weiteren Verlauf der Eingewöhnungszeit. 

Hat die erste Trennung bei Ihrem Kind keine Unsicherheit ausgelöst, werden die Trennungszeiten in den darauffolgenden Tagen verlängert.

 Hat sich Ihr Kind jedoch nicht von der Erzieherin beruhigen lassen, kehrt die begleitende Bezugsperson nach zwei bis drei Minuten wieder zurück. In diesem Fall sollte mit einem weiteren Trennungsversuch bis zur zweiten Woche gewartet werden. Es ist eine längere Eingewöhnungszeit erforderlich.

Es sollten erstmal keine neuen Trennungsversuche unternommen werden. Die/der Erzieher/in übernimmt dafür in Anwesenheit des Elternteils immer mehr Aufgaben, wie z.B. Hilfestellung beim Essen, Wickeln…

Die Schlussphase:

Diese Phase wird damit begonnen, dass Sie sich nicht mehr in der Einrichtung aufhalten, aber immer noch jederzeit abrufbereit sind. Eine gelungene Eingewöhnung hat funktioniert, wenn Ihr Kind zu dem Erzieher/innen eine stabile Beziehung aufgebaut hat und sich dauerhaft von ihnen beruhigen und trösten lässt.

Die Schlussphase unterteilen wir nochmal in mehrere Schritte:

Mittagessen: Ihr Kind isst gemeinsam mit uns in der Esshöhle und Sie nehmen es um 11.30 Uhr in Empfang und gehen direkt nach Hause. Schafft Ihr Kind diese Phase gut, kommt der 2.Teil

Mittagsschlaf: dafür ist es wichtig, dass Sie um 12.00 Uhr in der Einrichtung sind, damit wir Sie gegebenenfalls direkt zu Ihrem Kind holen können.

Die letzte Phase beinhaltet eine behutsame Verlängerung der Betreuungszeit mit Blick auf Ihr Kind, damit es den langen „Arbeitstag“ im Schneckehüsle gut bewältigt. Die Verlängerungen werden wir immer mit Ihnen abstimmen.

UNSER ALLTAG IN DER KRIPPE

Spielen, Lernen und Bewegung

Spielen, Lernen, Bewegung und Entwicklung sind untrennbar miteinander verbunden! In keinem anderen Lebensalter spielt Bewegung eine so große Rolle wie in der frühen Kindheit. Der Aufbau von körperlichen, emotionalen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten ist immer mit

Bewegung verknüpft. Unsere Kindertagesstätte ermöglicht den Kindern eine autonome Bewegungsentwicklung durch eine geschützte, vorbereitete Umgebung, in der das Kind Zeit und Raum findet, sich und die nähere Umwelt zu erforschen.

Wir bringen die Kinder in keine Position, die es noch nicht alleine einnehmen kann. Wenn ein Kind z.B. seine ersten Schritte macht, nehmen wir es nicht an die Hand und führen es herum, sondern schaffen Möglichkeiten, wo es ungestört ausprobieren und selbst Lösungen finden kann.

Tagesablauf

7.00 - 9.00  Uhr Bring Zeit, freies Frühstück (bis 9.30)
„Tür- und Angelgespräche“ mit Eltern
7.00 - 11.00  Uhr Freispielphase, Sing- und Spielkreise,
Schlafen der Kinder nach Bedarf, Spielen im Außengelände, Zähneputzen der Jüngeren, Pflege/Beziehungszeit
11.00 - 11.30  Uhr Mittagessen, Zähneputzen der Älteren
11.30  Uhr individuelles Schlafen der Kinder
- 16.30  Uhr Pflege/Beziehungszeit, Freispiel,Vesper, Spielen im Außengelände...,
individuelle Abholzeit  

Grundbedürfnisse

Bei Kindern ist die Befriedigung der Grundbedürfnisse Voraussetzung dafür, dass sie sich körperlich, geistig und seelisch gut entwickeln und ihrem Alter entsprechende

Fähigkeiten und Fertigkeiten entfalten und ausbauen können.

Im Gegensatz zu Erwachsenen benötigen Kinder zur Befriedigung der Grundbedürfnisse allerdings die Unterstützung durch andere Personen.

Einige Punkte der Grundbedürfnisse haben wir beispielhaft erläutert:

Essen/Trinken

Unsere Kinder können zu jeder Zeit am Vormittag frühstücken, bei Bedarf auch mehrmals. Wasser und Tee stehen den gesamten Tag zur Verfügung, die Kinder können sich selbst bedienen. Um 11.°° Uhr nehmen wir in der Eßhöhle ein gemeinsames Mittagessen ein, welches uns ins Haus geliefert wird. Bei den Jüngeren steht die Sinneserfahrung Essen im Vordergrund, deshalb darf/kann auch mit der Hand gegessen werden. Bei den älteren Kindern achten wir darauf, dass sie selbstständig im Umgang mit Gabel und Löffel werden.

Schlafen/Ruhen

Der Alltag in der Krippe ist für die Kinder aufregend, anregend aber auch manchmal anstrengend. Daher besteht für unsere Kinder jederzeit die Möglichkeit zu ruhen bzw. zu schlafen. Unser Schneckehüsle verfügt über einen an den Gruppenraum angrenzenden Schlafraum, in dem jedes Kind eine eigene Schlafmatratze (bei Bedarf auch Kinderbett) hat. Um eine ähnliche Situation wie zu Hause zu schaffen, ziehen wir vor dem Schlafen Schlafanzug und/oder Schlafsack an. Gerne kann von den Kindern ein Kuscheltier, -tuch und/ oder ein Schnuller mitgebracht werden, die ihnen ein Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit vermitteln. 

Pflege/Beziehungszeit

Das Wickeln bietet uns die Gelegenheit, sich dem einzelnen Kind intensiv zuzuwenden, zu kommunizieren und die Grundbedürfnisse zu befriedigen. Es ist eine Zeit der ungeteilten Aufmerksamkeit; eine Zeit der engsten sozialemotionalen Beziehung. Deshalb sollte sie grundsätzlich von einer sehr vertrauten Bezugsperson durchgeführt werden.

Der Prozess von der Windel auf die Toilette ist ein Selbstständigkeitsprozess (Autonomie) des Kindes. Diesen Prozess begleiten wir, indem wir den Impuls des Kindes aufgreifen, wenn es Interesse an der Toilette zeigt.

Kinder benötigen intensive, emotionale, stabile und sicherheitsvermittelnde Beziehungen. Unsere Einrichtung ermöglicht den Kindern diese Erfahrung. Kinder brauchen Vertrauen in sich und ihre Umgebung, damit sie sich zu einer starken Persönlichkeit entwickeln können. Sie sind auf beständige, liebevolle Beziehungen und Zuwendungen angewiesen, um sich einerseits sicher und geborgen zu fühlen, andererseits auch, um auf dieser Grundlage unbesorgt die Umwelt erkunden zu können. Nur so kann es ihnen gelingen, emotionale herausfordernde Situationen zu meistern. Bildung gelingt nur über Beziehung und Bindung.

                    „Ich mag dich so wie du bist.

                    Ich vertraue auf deine Fähigkeiten.

                    Wenn du mich brauchst, bin ich da.

                    Versuch es zunächst einmal selbst“

                    (Emmi Pikler)

Entwicklung der Kinder von 0-3 Jahren

In den ersten drei Jahren lernen Kinder so schnell wie in ihrem Leben nie wieder. Sie sind genetisch zum Lernen ausgestattet und nehmen ihre Umwelt mit allen Sinnen

(Augen, Ohren, Nase, Mund, Haut) wahr. Sie sind offen für alles, was sie umgibt und können grundsätzlich ALLES (z.B. jede Sprache) erlernen!

Wie bereits in unserem Leitsatz (Deckblatt) von Emmi Pikler zu lesen ist, entwickelt sich jedes Kind individuell unterschiedlich im eigenen Tempo. So entwickelt sich manches Kind in dem Bereich der Bewegung (krabbeln, laufen) schneller und dafür später in der Sprache.   Entwicklungstabellen geben lediglich Anhaltspunkte. Kinder sollten nicht miteinander verglichen werden, da ihre Entwicklungen einzigartig sind und nicht forciert werden können.

 

„Ein Säugling fördert sich selbst von früh bis spät.

Ihn zum Sitzen oder stehen aufzurichten ist nicht

nur überflüssig, sondern schädlich.“

(Emmi Pikler „Lass mir Zeit“)

 

Um sich ihren Anlagen entsprechend optimal zu entwickeln sind die Kinder darauf angewiesen das vorzufinden, was sie dazu brauchen. Hierzu gehören in allererster Linie Bezugspersonen, die die Grundbedürfnisse des Kindes wie Essen/Trinken, Schlafen/Ruhen, Pflege/Beziehungszeit verlässlich befriedigen. Neben den Eltern können dies auch andere Bezugspersonen wie z.B. die Großeltern, Tanten, Freundinnen u.a. Menschen im Umfeld der Eltern, aber auch die Mitarbeiter/innen einer Kindertagesstätte sein. Jedoch ist nicht nur die körperliche und emotionale Versorgung wichtig, sondern auch die geistige Anregung und Herausforderung für die Entwicklung der Kinder. Hier spielen neben den Bezugspersonen auch der Raum und die Spielmaterialien eine Rolle.


„Kinder sind Forscher und Gestalter ihrer Lebenswelt.

ErzieherInnen müssen den Rahmen zur Verfügung stellen, 

den Kindern bei der Auseinandersetzung mit der Welt zu helfen, 

damit sie sich selbst entfalten können“ 

(Emmi Pikler)
 

Raum- und Materialien

Das Schneckehüsle verfügt über einen Gruppenraum, einem separaten Schlafraum und schließt eine intensive Nutzung der Vor- und Turnhalle sowie des Gartens mit ein. Im Gruppenraum finden die Kinder Möglichkeiten zur Ruhe, zum Rückzug und zum kreativ sein, je nach ihren

Bedürfnissen. Das Schneckehüsle verfügt über Elemente zur Sinnesförderung, verschiedene Spielmaterialien und einem Essbereich. Wichtig in unserem Raum ist uns, die Kinder vor großen Gefahren zu schützen, aber kleine Gefahren kennen lernen zu lassen.  

Die Spielmaterialien stehen den Kindern frei zur Verfügung und sie können damit experimentieren, forschen und verschiedene Spielmöglichkeiten ausprobieren. Auch

Bilderbücher zum Anschauen und Vorlesen gehören dazu. Einen separaten Bereich haben wir für die Bedürfnisse unserer älteren Kinder eingerichtet.

Auch unseren Waschraum nutzen wir aktiv für Möglichkeiten zur Sinneserfahrung.

Unser Waschraum bietet eine Kindergartentoilette, eine Minitoilette, eine Eckbadewannendusche sowie zwei Waschbecken in unterschiedlicher Höhe. Durch die geschützte

Atmosphäre vermittelt der Raum Geborgenheit und Intimität.  

Das Außengelände nutzen wir ebenfalls gemeinsam mit allen Kindern der Kita, jedoch verfügt es über einen abgegrenzten Spielbereich mit einer Rutsche, einem Sandkasten und einem Essbereich. Unser gesamtes Außengelände bietet ausreichend Herausforderungen zum Entdecken und Experimentieren.

Beobachtung und Dokumentation

Zu einer unserer wichtigen Aufgaben als Erzieher/innen gehört es, die Kinder zu beobachten, hierdurch erfahren wir mehr über die Bedürfnisse, Interessen und Stärken der Kinder und können somit die Umgebung und das Material optimal auf die Kinder abstimmen. 

Gerade im Krippenalter ist eine genaue Beobachtung sehr wichtig, da die Kinder in dieser Zeit vielfältige Entwicklungsschritte zu unterschiedlichen Zeitpunkten durchlaufen.

Zur Vorbereitung auf Entwicklungsgespräche nutzen wir zurzeit den Ravensburger Entwicklungsbogen für 2-3-Jährige. Jedes Kind hat einen eigenen Portfolioordner, indem die Entwicklungsschritte und Erlebnisse dokumentiert werden. 

Dies geschieht in Form von Bildern und eigenen „Werken“ des Kindes.   

Sprache

Die Sprechfreude der Kinder unterstützen wir im gesamten Tagesablauf z. B. indem wir Bilderbuchbetrachtungen, Fingerspiele/Reime und das Einnehmen der gemeinsamen Mahlzeiten sprachlich begleiten. Es ist wichtig, die Erfahrung der Kleinstkinder zu verbalisieren. So lernen sie beispielsweise die Bezeichnung für ihre Tätigkeiten oder die Namen von Gegenständen. 

Die Sprachentwicklung des Kindes wird durch gemeinsames Singen, Gespräche und Erzählrunden beeinflusst. 

Sprache ist der Schlüssel, um sich die Welt zu erschließen. Über die Sprache entwickelt das Kind seine eigene Persönlichkeit, bildet seine Identität aus und lernt soziale Kompetenzen auszubauen. 

Die Sprache des Kindes ist eine individuelle Fähigkeit.  Einige können schon im Alter von 1 -1,5 Jahren sprechen, andere wiederum lassen sich mehr Zeit und beginnen im Alter von 2-3 Jahren mit dem Sprechen. 

Als Pädagogische Fachkräfte verstehen wir uns als Vorbild, und achten auf unsere Wortwahl, die Betonung der Wörter und die nonverbale Kommunikation. In unserer pädagogischen Arbeit spielt die Köpersprache eine wesentliche Rolle, denn schon ein Lächeln schenkt einem Kind z. B. Sicherheit, Zuwendung und Mut. 

Um von Anfang an den Gebrauch der Sprache zu lernen, benutzen wir im Umgang mit den Kindern keine „Babysprache“. Wenn die Kinder ein Wort nicht korrekt aussprechen, geben wir den Satz in richtiger Form wieder, anstatt das Wort zu verbessern. Auf diese Weise bewahren sie die Freude am Sprechen und fühlen sich nicht belehrt oder sogar bloßgestellt.

Kranke Kinder

Kinder, die Fieber, Durchfall und/oder Schmerzen jeder Art hatten, sollten die Einrichtung nicht besuchen, um andere Kinder – und auch Erwachsene – vor Ansteckung zu schützen.

Sie dürfen die Einrichtung erst wieder besuchen, wenn sie 24 Stunden Fieber-, Brech- und Durchfallfrei sind.

Das Personal darf nur nach schriftlicher ärztlicher Anordnung Medikamente verabreichen. Generell verabreichen wir kein Antibiotikum und keine Formen der Inhalation!

 Zeigen sich Krankheitssymptome im Verlaufe des Tages, benachrichtigt ein/e Erzieher/in die Eltern, die unbedingt jederzeit erreichbar sein müssen.

Der Übergang von der Krippe in die geöffneten Gruppen

Der Übergang von der Krippe in den Kindergarten verläuft möglichst fließend und orientiert sich stark am Bedürfnis des einzelnen Kindes.

Dabei sind wir im Austausch mit den Kollegen/innen der zukünftigen Gruppe und natürlich mit Ihnen als Eltern.

Um eine vertrauensvolle Zusammenarbeit leben zu können ist es uns wichtig offen und ehrlich miteinander umzugehen, damit Ihr Kind sich bei uns geborgen und aufgehoben fühlen kann. Sprechen Sie uns bei Fragen und Sorgen umgehend und direkt an um eventuelle Unklarheiten oder Missverständnisse zeitnah aus dem Weg zu räumen.

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit!

 

Wichtiges in Kürze

Bitte bringen Sie am 1. Tag mit in die Kita:

Individuell Sonnen- und Windelcreme

Kopfsonnenschutz

Badesachen

Wechselkleidung in 2-3facher Ausführung

Matschhose, -jacke

Gummistiefel

Anti-Rutschsocken oder Lederschühchen

3 Fotos für: Wickelschublade, Geburtstagskalender und Namensschild

Vespertasche mit kindgerechten Boxen / ohne Schokolade

„kleiner Retter in der Not“ wie z.B.   Schnuller, Schmusetuch, Kuscheltier…

Schlafanzug (jeden Montag neu) und bei Bedarf Schlafsack

Telefonnummer, unter der wir Sie ggf.   sofort erreichen können

Bitte in den Sommermonaten die Kinder mit Sonnenschutz eingecremt in die Einrichtung bringen

Bitte kontrollieren Sie regelmäßig, ob die aufgeführten Sachen noch vollständig sind, die Wechselkleidung noch passt und den Jahreszeiten angepasst ist.

 

                    Quellenangabe:

                    Kita Glockenspitze

                    INFANS, Berlin 1990

                    Piklergesellschaft Berlin e.V